Der Krieg gegen das Völkerrecht

Sonntag, 07. Februar 2010

Kommentare
Martin Müller:
Ein sehr interessanter Eintrag! Wie andere Unrechtsstaaten (z.B. Mugabe's Simbabwe) hat offensichtlich auch Israel keinerlei Unrechtsbewusstsein, Sein Motto: "Wir waren doch einmal das Opfer und können deshalb gar keine Täter sein". Solange die Welt dies auch so sieht, kann's keinen Frieden im Nahen Osten geben. Eigentlich sollten künftig alle Holocaust-Gedenkveranstaltungen gestrichen werden, solange Israel Besatzungsmacht ist und sich völkerrechtswidrig verhält. Um klarzumachen, dass das jüdische Israel schon lange kein Opfer mehr, sondern Täter ist.

Montag, 8. Februar 2010 um 10:21 >> antworten

André Marty:
@Martin:
Kann Ihren Vergleich zwischen Verletzungen des int. humanitären Völkerrechts und Holocaust- Gedenkveranstaltungen nicht nachvollziehen. Es gibt kein schwarz / weiss, oder, wenn Sie wollen, Opfer / Täter - Schema: in diesem Konflikt tragen alle Konfliktparteien Verantwortung für das Versagen von Politikern, Militärs / Extremisten. Also ist die Frage eher: Weshalb nimmt die internationale Staatengemeinschaft, die Bevölkerung "des Westens" systematische Verletzungen des humanitären Völkerrechts hin, und stellt dem Versuch der israelischen Regierung kaum etwas entgegen, das humanitäre Völkerrecht weiter aufzuweichen?

Montag, 8. Februar 2010 um 14:20 >> antworten

Martin Müller:
@André Marty: eine mögliche Antwort auf Ihre Frage am Schluss ist eben die, dass die (westliche) Welt gegenüber Israel immer noch eine "Beisshemmung" hat (im Gegensatz zum Verhalten gegenüber der Hamas). Dies unter anderem aufgrund des von Israel permanent gepflegten schlechten Gewissens des Westens wegen des Holocausts. Aber vielleicht ist die Antwort auch vielmehr die, dass der Westen einfach seinen strategischen "Brückenkopf" Israel im arabischen Raum nicht verlieren will und deshalb nicht durchgreift.

Montag, 8. Februar 2010 um 15:33 >> antworten

Luise:
Herr Müller sie verkennen die Realität! Natürlich sind die Juden noch immer Opfer! damals wollten die Deutschen diese auslöschen,heute die Araber/Palästinenser seid 1948,als die Teilung des Landes abgelehnt wurde und die Araber den Krieg erklärten bis heute wird dies versucht.Sie ignorieren die tausende Raketen auf Israel!

Montag, 15. Februar 2010 um 11:25 >> antworten

Martin:
@Luise: Wenn jemand Fremder entscheidet, Ihnen die Hälfte Ihres Grundstücks wegzunehmen und sie einem anderen Fremden zu schenken, und dieser Fremde dann beginnt, sie zu malträtieren, zu diskriminieren und wegzuekeln, damit er auch Ihre Hälfte des Grundstücks bekommt: Was würden Sie tun? Denn dies ist m.E. die Realität.

Montag, 15. Februar 2010 um 12:03 >> antworten

Jochi Weil-Goldstein:
Vielen Dank für den Beitrag und für die unermüdliche Informationsarbeit.
Sowohl Naomi Chazan wie auch Justice Richard Goldstone bin ich persönlich begegnet. Beide schätze ich sehr.
Mehrere der im Eintrag erwähnten Organisationen und Institutionen kenne ich. Während Jahren war ich zum Beispiel aktiv bei Terre des hommes.
Nach bald 30 Jahren Brückleinbau zwischen Juden, Jüdinnen und PalästinenserInnen komme ich seit längerer Zeit zum Schluss, dass die Politik Israels PalästinenserInnen gegenüber aus ethischer humanitärer und völkerrechtlicher Sicht nicht zu rechtfertigen und unverantwortbar ist.
Ich fordere deshalb Menschen guten Willens, denen die Menschenrechte Anliegen sind, zum gewaltlosen und konstruktiven Widerstand gegen diese Politik auf - dies unter Wahrung der Bereitschaft zur Verständigung, wo auch immer Zeichen dafür ersichtlich werden.

Jochi Weil-Goldstein, Zürich,
- Initiator des Appells besorgter Jüdinnen und Juden an die israelische Regierung www.humanrights-in-israel.ch
- Verantwortlicher zur Unterstützng basismedizinischer Projekte in Palästina und zwischen Israel und Palästina bei medico international schweiz, vormals Centrale Sanitaire Suisse CSS Zürich www.medicointernational.ch

Dienstag, 9. Februar 2010 um 16:44 >> antworten


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