Ein paar Worte zu den Kommentaren

Mittwoch, 20. Mai 2009

Kommentare
dans Homepage
Über den Nahen Osten wird bei uns vielfach einseitig und oberflächlich berichtet.
Deswegen ist es (für mich) wichtig, dass es Quellen gibt die eine andere kritische Sicht der Dinge erzählen, als dies die "Mainstream Medien" zu tun pflegen.
Danke dafür André Marty.
:-)

Mittwoch, 20. Mai 2009 um 07:14 >> antworten

thomas:
Ich lese diesen Blog nun schon seit mehreren Monaten und schätze die objektiven - ja, ich finde sie beidseitig objektiv! - Berichte aus dem Nahen Osten sehr wertvoll.

Lieber André Marty, bitte machen Sie weiter so und vielen Dank.

Mittwoch, 20. Mai 2009 um 08:29 >> antworten

Raffaeles Homepage
Ich will jede Meinung und Sicht der Dinge erfahren. Deshalb Ist deine Arbeit und dein Blog so wichtig. Mach weiter so!

Mittwoch, 20. Mai 2009 um 08:33 >> antworten

salomon:
"er Israels Schwachstellen aus Gesellschaft, Militär und Politik ebenso beschreibt wie die Freuden des Lebens im gelobten Land"

zeigen sie mir 1 - EINEN - positiven beitrag ueber israel und wie schoen es hier ist!
ich werde hier auf ihrem blog leider nicht fuendig.

Mittwoch, 20. Mai 2009 um 09:58 >> antworten

Davids Homepage
Nur acht nicht freigegeben? Ach, und ich dachte, das wären fast täglich so viele. Na, dann gibt es immerhin auch noch einige, die die Regeln kennen. Oder jene, die sie nicht kennen, finden nicht hierher.
Auf jeden Fall: Ich finde die Einblicke in diesem Blog sehr wertvoll, auch gerade weil sie nicht zu stark darauf Rücksicht nehmen, wer sich denn auch noch verletzt fühlen könnte. Toi toi toi!

Mittwoch, 20. Mai 2009 um 13:30 >> antworten

Marias Homepage
Es gibt viele Menschen, die nicht verstehen, dass man zu ein und demselben Positives wie Negatives sieht und es auch mitteilt. Das hat meiner Meinung nach nicht so sehr mit dem Thema Naher Osten zu tun, sondern mit der Beschränkung menschlicher Vorstellungen, für die etwas entweder gut oder schlecht sein muss.

Machen Sie weiter! Wir brauchen andere Stimmen als das Geschrei der Massenmedien. Wir brauchen Stimmen von Menschen.

Mittwoch, 20. Mai 2009 um 14:01 >> antworten

Samers Homepage
Leider geht in letzter Zeit die Atmosphäre dahin, entweder ganz für eine Partei oder ein Feind zu sein. Bush hat das beim Irakkrieg eigentlich nur aufgegriffen -Entweder ihr seid mit uns oder gegen uns.

Ihr Blog ist eine meines Erachtens einmalige Sache im www. Er berichtet nicht nur über 0-8-15-Themen, sondern bietet wirklich eine Einsicht.

Und wer objektiv das Blog liest, merkt auch, dass da kein Israel-hasser schreibt, sondern jemand ohne doppeltes Maß.

Mittwoch, 20. Mai 2009 um 15:27 >> antworten

Adrian:
@Salomon

Meines erachtens positive Berichte ueber Israel:

There must be another way/Sleepless in Tel Aviv/Siedler - Lektüre zum Weltbuch - Tag/Kutiman - a true Star/Der Waltz geht weiter - in die Closed Zone etc.

Mittwoch, 20. Mai 2009 um 16:22 >> antworten

Lucia:
Auch mir läuft es eiskalt den Rücken runter und ich kriege Gänsehaut, wenn ich vom Blogger solche Hintergrundinformationen lesen muss. Schon nur der kleinste Gedanke, jemand für Fakten, die niemand von uns ändern kann, verbal anzugreifen, ist mir völlig unverständlich, geschweige denn, diese Angriffe noch als Blogkommentar anbringen zu wollen!

Um uns interessierten Blogleserinnen und -leser das Verständnis vermitteln zu können, was in diesem Gebiet los ist und warum eine Friedenslösung so schwierig zu erlangen ist, wirft André Marty im Blog teilweise eben auch unbequeme und kritische Fragen auf.
Und wenn diese ehrlichen Fragen, Fakten und Hinweise für gewisse sehr ideologisch denkende Personen ein Dorn im Auge sind, kann keiner von uns etwas dagegen tun, auch nicht unser Blogger!

An dieser Stelle: Danke André Marty, dass Sie uns von diesen unpassenden Kommentaren, die nur ein Zeichen grosser Ignoranz sind, schützen und verschonen. Ich bin froh und schätze es sehr, dass Sie trotz dieser sehr undankbaren Hintergrundarbeit nach wie vor vom Bloggen überzeugt sind und für uns weiter bloggen werden. DANKE.

Mittwoch, 20. Mai 2009 um 18:36 >> antworten

Eva Pauli:
ja Herr Marty, haben Sie ganz grossen Dank und Wertschätzung und machen Sie weiter.
Zugleich fühle ich je länger je mehr die Ohnmacht, die Ratlosigkeit dieser Weltgeschichte gegenüber.
Auch kommt ein Verlust an der Lust zum Kommentare hinzufügen: die eigene Empörung empfinde ich sinnlos durch die Ohnmacht.
Am Schluss bleibt eher der Wunsch, etwas tun zu können - für ein sinnvolles Projekt.

Donnerstag, 21. Mai 2009 um 01:20 >> antworten

Ursula:
Mir geht es ähnlich wie Eva Pauli.
Und ich glaube Herrn Marty, dass er unterdessen eine dicke Haut hat, trotzdem wirken seine Beobachtungen, Beschreibungen und Überlegungen nicht abgestumpft. Gratulation!

Donnerstag, 21. Mai 2009 um 12:17 >> antworten

Timna:
Es ist sehr angenehm, mal nicht die üblichen hasserfüllten, gewalt-lüsternen Kommentare zu lesen, die man sonst in allen Blogs - und leider auch in den Talkbacks von Haaretz, Yedioth etc. findet, die mit Israel zu tun haben.
Statt dessen interessante Einblicke in die Wirklichkeit zwischen den Schlagzeilen.
Danke dafür!!! Und mehr davon!!!

Donnerstag, 21. Mai 2009 um 10:19 >> antworten

salomon:
ja, ab und zu da posted der andré ein kleines video.
dann wissen auch seine geneigten leser, dass es in israel musiker gibt.

ansonsten bekomme ich hier folgenden eindruck von israel:
israel foltert und knechtet die lieben palestinenser.
israel ist ein totalitaerer staat und alle juedischen israelis sind rassisten.
die ultraorthodoxe minderheit (er nennt sie black power) bestimmt hier was geschieht.
und ausserdem: israelis haben keine manieren, machen (am flughafen und sonst auch ueberall) nur schikane und probleme.
wollen keinen frieden usw.

sowas enthaelt der andré wie auch die anderen europaeischen medien dann gerne vor:
"Security forces demolish West Bank outpost Maoz Esther
No violence, no arrests made in eviction of families from 7 metal huts; move comes 3 days after Obama calls upon PM to halt settlement activity."
war heute morgen. wetten, sie werden es nicht in ihren eidgenossischen medien finden!?

Donnerstag, 21. Mai 2009 um 13:06 >> antworten

André Marty:
@ salomon:
sie erwarten offensichtlich einen jubelblog, wie es sie im netz zu dutzenden gibt. nun, sie liegen richtig: das hier ist kein jubelblog, das hier ist ein blog, der den finger drauf hält, über die news hinaus kontext liefert - das scheint zu schmerzen.

die räumung eines einzigen outposts, drei tage nach dem clash von washington zwischen us-präsident obama und netanyahu, als good news darstellen zu wollen, grenzt an rabulistik. sie wissen, wie viele siedler es im besetzten westjordanland gibt: um 270 000, die rund 230 000 in ost-jerusalem nicht miteinbezogen. sie wissen, dass die israelischen regierungen netaynahu I, sharon und olmert gerne von der räumung "aller" outposts gesprochen haben - und was ist im gegenzug geschehen: der siedlungsausbau hat z.b. im jahr seit der annapolis-show von 2007 um 550% zugenommen. dem wollen sie die räumung eines outposts mit sieben siedlern gegenüberstellen?


wer schon copy- pasted, möge doch bitte auch aussagen wie diese mitpasten:

Binyamin Regional Council head Avi Roeh arrived at the Maoz Ester outpost that was evacuated Thursday morning and said, "The place will be built and even expanded."



Und:

Peace Now Secretary-General Yariv Oppenheimer said in response, "The evacuation of the tiny outpost is a PR stunt and is no substitute for the evacuation of the significant outposts in the territories. The evacuation of a few tents is no way to seriously deal with illegal construction in the territories."

da sich auf der erde noch andere dinge als die räumung eines outposts zutragen, haben die schweizer medien heute folgende meldung zu israel präsentiert:

http://www.nzz.ch/nachrichten/international/israel_streubomben_1.2599231.html


http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2009/05/21/international/uno_erhaelt_von_israel_streubomben_plaene


Nachtrag I:

Just six hours after it was evacuated by security forces, the West Bank outpost of Maoz Ester was being rebuilt Thursday by dozens of settlers who returned to the site of their deconstructed homes.

MK Michael Ben Ari (National Union) also arrived at the scene and nailed a mezuzah to the wooden structure being raised by the settlers, explaining: "It's my duty as a legislator".

Nachtrag II:

http://www.nzz.ch/nachrichten/international/israel_usa_1.2603726.html

Donnerstag, 21. Mai 2009 um 15:49 >> antworten

Ursula:
André Marty schrieb:
"sie wissen, wie viele siedler es im besetzten westjordanland gibt: um 270 000, die rund 230 000 in ost-jerusalem nicht miteinbezogen. sie wissen, dass die israelischen regierungen netaynahu I, sharon und olmert gerne von der räumung "aller" outposts gesprochen haben - und was ist im gegenzug geschehen: der siedlungsausbau hat z.b. im jahr seit der annapolis-show von 2007 um 550% zugenommen. dem wollen sie die räumung eines outposts mit sieben siedlern gegenüberstellen?"

Dass sich wohl nicht wenige Schweizer/innen unterdessen eher angewidert vom offiziellen "Israel" abgewendet haben, ist bestimmt nicht in jedem Falle ohne Grund.- Aber "Israel" kann das ja egal sein, da die Schweiz für "Israel" kaum eine Rolle spielt. Zumindest für mich spielt Israel auch kaum eine Rolle, eine religiöse schon gar nicht, dieses Gezänke nervt höchstens und ist nicht inspirierend.

Freitag, 22. Mai 2009 um 01:13 >> antworten

Fredy Rohm:
Ihre Aktionen in Ihrem Blog erinnert mich an die Lesebriefseiten von Neuen Deutschland oder der Prawda. Das wäre eigentlich Ihre Privatsache, wenn Sie nicht Korrespondent des Schweizer Fernsehen wären. Wir werden deshalb auch in Zukunft auf eine ausgewogene Berichterstattung bestehen.

Donnerstag, 21. Mai 2009 um 20:07 >> antworten

Ursula:
Fredy Rohm:
"Wir werden deshalb auch in Zukunft auf eine ausgewogene Berichterstattung bestehen."

Wer ist "wir" in dem Fall?

Freitag, 22. Mai 2009 um 00:56 >> antworten

salomon:
nein, ich erwarte keinen jubelblog.
und ich bin mir auch der begrenzten auswirkung dieser raeumung bewusst.
ich bin mir sogar dessen bewusst, dass israel die grossen siedlungsbloeck in der west bank nie raeumen wird.
das wissen sie auch. jeder mensch mit ein bisschen hintergrundwissen der matiere weiss das.
das ist inzwischen unmoeglich.
der zug ist abgefahren.
fragt sich dann eben, was aus diesen siedlungen wird.
werden die siedler staatsbuerger eines zukuenftigen palaestinensischen staates, so wie araber auch israelis sind.
oder werden die siedlungen eingegliedert.

Freitag, 22. Mai 2009 um 09:19 >> antworten

André S.:
@ salomoon Freitag, 22. Mai 2009 um 09:19
>>ich bin mir sogar dessen bewusst, dass israel die grossen siedlungsbloeck in der west bank nie raeumen wird.
das wissen sie auch. jeder mensch mit ein bisschen hintergrundwissen der matiere weiss das.
das ist inzwischen unmoeglich.
der zug ist abgefahren.>"Ein jeder muss sich in Bewegung setzen, sputen und so viele Hügelspitzen wie nur möglich an sich reißen um die Siedlungen zu vergrößern, denn alles was wir jetzt erobern, wird in unserem Besitz bleiben. Alles was wir uns nicht nehmen, wird an die anderen abgetreten werden." - in einer Rede über jüdische Siedlungen auf einer Versammlung der ultrarechten Tsomet Partei, Agence France-Presse, 15. November 1998, guardian.co.uk
(Original engl.: "Everybody has to move, run and grab as many hilltops as they can to enlarge the settlements because everything we take now will stay ours. Everything we don't grab will go to them.")>das ist inzwischen unmoeglich.
der zug ist abgefahren.>fragt sich dann eben, was aus diesen siedlungen wird.
werden die siedler staatsbuerger eines zukuenftigen palaestinensischen staates, so wie araber auch israelis sind.
oder werden die siedlungen eingegliedert.>"Es ist die Pflicht der israelischen Führer der Öffentlichkeit klar und mutig zu erklären, dass gewisse Fakten mit der Zeit in Vergessenheit geraten. Der erste dieser Fakten besagt, dass es keinen Zionismus, Kolonialismus oder Judenstaat ohne die Vertreibung der Araber und die Zwangsenteignung ihrer Länder geben kann." - in einer Rede über jüdische Siedlungen auf einer Versammlung der ultrarechten Tsomet Partei, Agence France-Presse, 15. November 1998, guardian.co.uk
(Original engl.: "It is the duty of Israeli leaders to explain to public opinion, clearly and courageously, a certain number of facts that are forgotten with time. The first of these is that there is no Zionism, colonialization, or Jewish State without the eviction of the Arabs and the expropriation of their lands.")

Dienstag, 26. Mai 2009 um 17:19 >> antworten

Joergl:
Ich mache es kurz: Klasse Blog! Weiter so!

LG

Joergl.

Freitag, 22. Mai 2009 um 22:24 >> antworten

Bea:
ich finde diesen blog sehr informativ, zeigt er doch die andere seite "der sache", über die die wenigsten etwas wissen (wollen).
aber es wird auch immer menschen geben, die ihre meinung als die einzige wahrheit betrachten und genau deshalb kann es nie frieden geben.

Samstag, 23. Mai 2009 um 10:44 >> antworten

Adrian:
@Salomon

Die folgenden Statements hoere ich immer wieder von meinen Arbeitskollegen:

"Israel foltert Palestinaenser, weil wir nur so die Terroranschlaege verhindern koennen."
"Israel wird immer totalitaerer, weil wir uns nur so vom Terror schuetzen koennen."
"Viele von uns sind Rassisten, weil der Terror uns dazu gemacht hat und weil die Araber auch Rassisten sind."
"Ich bin Rassist, weil ich nicht glaube, dass die anderen mich und meine Kultur tolerieren wuerden."
"Die Ultraorthodoxen sind Schmarotzer, aber wir koennen nichts gegen sie tut, weil sie traditionellerweise viel Macht haben. Wir finden das absurd."
"Du musst wissen, dass du in Israel bist, denn wir haben schleche Manieren und machen Chaos. Da brauchst du deine Ellenbogen."
"Die Europaer reisen nicht gern mit Israelis, weil wir schlechte Manieren haben und laut sind."
"Wir wollen Frieden, aber nicht um jeden Preis."
"Solange wir den Arabern nicht trauen koennen, wollen wir keinen Frieden."
"Nein, ich habe keine arabischen Freunde, ich traue ihnen nicht."

Aber das sind noch nicht die schlimmsten Sprueche. Es gibt da noch so einiges, dass vielen die Spucke weghauen wuerde. Natuerlich habe ich diese Statements aus dem Kontext gerissen, aber das macht sie auch nicht besser. Doch weil ich auch die einzelnen Geschichten dazu kenne, verstehe ich diese Reaktionen und ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht auch so denken wuerde.

Samstag, 23. Mai 2009 um 11:24 >> antworten

salomoon:
hallo adrian,
ich weiss wirklich nicht, was du mir damit sagen willst!?

in israel gibts alles:
es gibt leute die araber hassen und es gibt auch einige wenige, die sie lieben.
es gibt juedische israelis, deren vorfahren aus arabischen laendern stammen und die sich deshalb - aus einem als alternativ verstandenen denken und aus provokation - als araber bezeichnen.
es gibt sfardische juden, die asheknazische juden nicht moegen und umgekehrt.
es gibt schwule und homophobe.
lange rede kurzer sinn: in israel gibts von allem etwas.

Samstag, 23. Mai 2009 um 19:20 >> antworten

andré s.:
@ salomoon anmerkung von Freitag, 22. Mai 2009 um 09:19

“ich bin mir sogar dessen bewusst, dass israel die grossen siedlungsbloeck in der west bank nie raeumen wird.

das wissen sie auch.

jeder mensch mit ein bisschen hintergrundwissen der matiere weiss das.

das ist inzwischen unmoeglich.

der zug ist abgefahren.”
zitat ende

Das genau ist ja teil der perfiden strategie israels in den letzten jahrzehnten....

Dazu ariel sharon:

"Ein jeder muss sich in Bewegung setzen, sputen und so viele Hügelspitzen wie nur möglich an sich reißen um die Siedlungen zu vergrößern, denn alles was wir jetzt erobern, wird in unserem Besitz bleiben.

Alles was wir uns nicht nehmen, wird an die anderen abgetreten werden." - in einer Rede über jüdische Siedlungen auf einer Versammlung der ultrarechten Tsomet Partei, Agence France-Presse, 15. November 1998, guardian.co.uk

(Original engl.: "Everybody has to move, run and grab as many hilltops as they can to enlarge the settlements because everything we take now will stay ours. Everything we don't grab will go to them.")
Nachzulesen unter de.wikiquote.org/wiki/Ariel_Sharon


Ja, israel hatte und hat bis heute gar keinen grund frieden zu machen, nur die schallplatte woran es gerade scheitert war immer mal wieder eine andere, ganz nach bedarf.

In den neunziger jahren war arafat bereit frieden zu machen. Nach rabins ermordung wurde fröhlich weiter die illegale siedlungspolitik ausgeweitet.

2002 hatte die arabische liga israel ein angebot für den frieden gemacht. Man hatte angeboten israel anzuerkennen, sofort diplomatische beziehungen aufzunehmen. Es wurde nicht mal diskutiert!

Aktuell -während des angriffs auf gaza- nahm der saudische könig auf exakt dieses angebot noch mal aktuellen bezug als er sagte dieses angebot läge nicht ewig auf dem tisch.

Weshalb leistet sich israel diese angebote nicht anzunehmen während es parallel ungeniert über die jahre die eignene expansion in illegalen siedlungen betreibt, ja gar weitere gründet?

Getreu dem motto sharons, schaffen wir möglichst viele fakten die jedwede lösung erschweren und herauszögern, es könnte ja sein, dass gelingt, den geschaffenen status quo festzuzementieren.

Schon praktisch zu wissen dass notfalls der partner usa jeden beschluss per veto zu gunsten israel einfach aushebelt.

Es liegt, ich komme mehr und mehr zu der überzeugung, an fehlendem massivstem druck* auf die BEIDEN konfliktparteien zügig und ausschließlich nach vorn schauend die vor jahrzehnten beschlossene lösung umzusetzen ja notfalls gewaltsam aufzuoktruieren.

Es muss beruhigend für israel sein zu wissen dass in der richtung rein gar nichts passiert, entsprechend perfide wählt man so zum beispiel punktgenau den zeitpunkt für die kriegerische intervention in gaza. Unter ausnutzung des bestehenden machtvakuums -g. w. bush nur noch "lame duck" und obama -noch unvereidigt.

In diese beiden sätze salomon interpretiere ich klammheimliche freude deinerseits hinein:

“das ist inzwischen unmoeglich.
der zug ist abgefahren.”

Es ist dein gutes recht dich darüber zu freuen. Aber wie war das mit demjenigen der zuletzt lacht?

weiter in teil 2

Freitag, 29. Mai 2009 um 13:28 >> antworten

andré s.:
teil 2

Salomon, du stellst eine kluge frage:
“fragt sich dann eben, was aus diesen siedlungen wird.
werden die siedler staatsbuerger eines zukuenftigen palaestinensischen staates, so wie araber auch israelis sind.
oder werden die siedlungen eingegliedert.”

Antwort:
Es ist vollkommen egal* !

Die "abstimmung mit den bäuchen" (geburtenrate) gegen die araber wird israel auf beiden seiten einer möglichen grenze in nur wenigen jahren verloren haben. Dann ist es egal welchem geografischen gebiet man die siedlungen zugeschlagen hatte.

Menschen jüdischen glaubens werden hier wie dort nur noch eine minderheit im jeweiligen land sein.

Diesen nicht unwesentlichen aspekt haben israels regierungen viele jahre ignoriert und nur den siedlungsbau vorangetrieben. Möglich dass man da erneut auf sharon baute:
Zitat "Es ist die Pflicht der israelischen Führer der Öffentlichkeit klar und mutig zu erklären, dass gewisse Fakten mit der Zeit in Vergessenheit geraten. Der erste dieser Fakten besagt, dass es keinen Zionismus, Kolonialismus oder Judenstaat ohne die Vertreibung der Araber und die Zwangsenteignung ihrer Länder geben kann." - in einer Rede über jüdische Siedlungen auf einer Versammlung der ultrarechten Tsomet Partei, Agence France-Presse, 15. November 1998, guardian.co.uk
(Original engl.: "It is the duty of Israeli leaders to explain to public opinion, clearly and courageously, a certain number of facts that are forgotten with time. The first of these is that there is no Zionism, colonialization, or Jewish State without the eviction of the Arabs and the expropriation of their lands.")

Nachzulesen bei: de.wikiquote.org/wiki/Ariel_Sharon

Diese these sharons wird nicht aufgehen. Israels regierung erkennt es selbst und versucht neue tricks die bittererweise israel in die nähe eines echten appartheitsstaates rücken lassen.:

Inzwischen versuchen politiker wie der rechtsradikale liebermann zu retten, was zu retten geht indem er einseitige "loyalitätseide" von den arabischstämmigen israelischen palästinensern einfordert und im fall der weigerung mit entzug der staatsbürgerschaft droht.

Oder die idee naqba-feiern verbieten zu wollen.

Ähnliches gilt für versuche zuletzt sie von den Wahlen auszuschließen.

Inzwischen ahnt man dass alles aussitzen (in der hoffnung den erreichten status quo noch ein stück weit zu den eigenen gunsten verschieben zu können) nicht helfen wird.

Ich habe zweifel, dass, wenn es soweit ist in vielleicht 2 , 3 max. 4 oder 5 dekaden, die palästinenser tatsächlich schon vergessen haben werden, was man ihnen zuvor über viele jahrzehnte hinweg alles antat.

Bis dahin hat israel aber vermutlich noch den letzten traurigen rest seiner weltweiten reputation aufs spiel gesetzt und ich will mir nicht vorstellen, wie es dann weitergeht, sollten die palästinenser sich mit der situation nicht dauerhaft abfinden.

Einstweilen stelle ich fest, dass mehr und mehr die hasbara-propaganda als solche enttarnt wird und das ist gut so!

Dafür auch mein grosser dank an dieser stelle an andré marty, dessen blog ich regelmäßig und sehr gerne lese.

Freitag, 29. Mai 2009 um 13:37 >> antworten


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