Kurz und schnurz

Montag, 26. Mai 2008

Kommentare
Anonym:
"Dem US-Professor Norman Finkelstein, Sohn von Holocaust- Überlebenden, wird die Einreise nach Israel verweigert. Der amerikanische Politologe wird noch am Flughafen Ben Gurion festgehalten und ins nächste Flugzeug nach Europa gesetzt. Offizielle Begründung: Finkelsteins anti-zionistische Haltung und seine harsche Kritik an Israels Politik"

Wieder mal typisch, ist man auf der Seite der Israeli, kritisiert bei jeder Gelegenheit die ach so bösen Terroristen ist man ihr bester Freund, sobald man Kritik übt schikanieren sie einem wos geht, verbreiten Lügen (Kampagne im Zusammenhang mit der privaten Iran-Gaslieferung an die Schweiz) und und und... wieso erinnert mich das immer an Deutschland vor 60 oder an die Russen vor noch nicht ganz 20 Jahren?

Dienstag, 27. Mai 2008 um 09:54 >> antworten

Fabian:
Mir ist nicht ganz klar, was daran an Deutschland vor sechzig Jahren erinnern soll. Das Vorgehen gegenüber Finkelstein muss kritisiert werden, aber doch nicht so. Soweit ich weiss, wurden Kritikern in Deutschland vor 60 Jahren mehr als nur die Einreise verweigert.

Dienstag, 27. Mai 2008 um 12:19 >> antworten

Nico:
hmmm, der 1. comment war von mir, habe wohl meinen Namen vergessen :S

zu Fabian, natürlich war das damals (gegen Ende des 3. Reiches) alles noch viel schlimmer, härter und grausamer, ABER die Nazis haben auch nicht von Heute auf Morgen solche Taktiken (Verbrechen würde wohl besser passen...) angewandt sondern das ist relativ schleichend gekommen und hat sich einfach immer mehr verschärft. Finde aus dieser Sicht kann man durchaus Parallelen erkennen und wenn man dann noch so etwas liest: "Initially they said they expected journalists to leave areas in which the IDF conducts operations." (und das in Zeiten von "eingebetteten Journalisten") dann muss man sich schon fragen, wohin sich das ganze entwickelt...

Freitag, 30. Mai 2008 um 08:18 >> antworten

Fabian:
Na ja, Israel ist 60, seine Besatzungspolitik 40 Jahre alt. Die Nazis haben die Schraube schon ein Stück schneller angezogen. Von dem her wieder: Israel verhält sich bestimmt in vielen Punkten daneben, was auch in Deinem Zitat zum Ausdruck kommt, aber immer gleich mit Nazis vergleichen? Israel macht auch keinen Holocaust an den Palästinensern. So werden Begriffe vermischt, die Trennschärfe geht verloren. Israel verstösst gegen Menschenrechte, das Völkerrecht – man kann von mir aus auch sagen, Israel wende teilweise Methoden an, die an das südafrikanische Apartheidsregime erinnern. Manchmal habe ich aber den Eindruck, dass man, um schlimme Zustände zu verurteilen, immer auf Nazivergleiche zurückgreifen muss (noch schlechter ist, Juden aufgrund ihrer Erfahrungen mit den Nazis an einem anderen Massstab zu messen. „Gerade die Juden mit ihren Erfahrungen sollten eigentlich...“ oder so ähnlich). Es ist sicherlich falsch, die Nazizeit als etwas historisch Singuläres darzustellen, mit dem keine anderen Exzesse in der Vergangenheit oder Zukunft verglichen werden dürfen. Man muss die Dinge bei ihren Namen nennen dürfen. Nur sollte man dabei keine Begriffe durcheinander bringen. Das hilft den Palästinensern auch nicht weiter.

Sonntag, 1. Juni 2008 um 18:09 >> antworten

Nico:
Ich denke mal es kommt nicht so sehr drauf an, wie schnell die Schraube angezogen wird, wichtig ist doch, dass dieser Zustand irgendwann erreicht wird! Möchte aber auch noch darauf hinweisen, dass ich gesagt habe: "wieso erinnert mich das immer an Deutschland vor 60" was für sich für mich nicht nach einem 1 zu 1 Vergleich anhört! (und die Russen habe ich ja auch noch erwähnt, extra damit diese Diskussion unterbunden wird ;-))
Doch ich denke eben schon, dass sie ein bisschen was aus ihrem eigenen Leiden gelernt haben sollten... Im sinne von, wenn mir meine Grossmutter erzählt (wenn ich ein israeli wäre) wie es sich damals unter Nazis angefühlt hat etc, dann müsste ich doch schon darauf sensibilisiert sein, dass ich nicht in ein ähnliches Schema wie meine ehemaligen Peiniger verfalle, ich kann mir aber auch durchaus vorstellen, dass man aus genau dem Grund, noch mehr Angst vor der Ausrottung des eigenen Volkes bekommen kann. Ist mit Sicherheit nicht einfach...
Ja leider ist es von hier aus sowieso schwierig den Palästinensern zu helfen, trotzdem bilde ich mir eine Meinung und oft könnte ich einfach mehr kotzen, als oben rein passt, wenn ich wieder lese, was die Israelis wieder durchgezogen haben! (Bau der Mauer, Leute ohne Anklage einsperren etc...)

Dienstag, 3. Juni 2008 um 12:46 >> antworten

Nico:
Im Stress schreiben und schon hat man so viele Rechtschreibfehler wie Zeilen... naja, einfach überlesen... :-D en guete

Dienstag, 3. Juni 2008 um 12:48 >> antworten

Anonym:
oha

"Das Bild einer alten Palästinenserin in den Trümmern ihres Hauses erinnert mich an meine Großmutter im Holocaust". Es gebe keine Vergebung für Menschen, die eine alte Frau so behandelten. „Unmenschlich und unjüdisch“ sei das. Hatte er gesagt und damit den blutigen Militäreinsatz und die Hauszerstörungen israelischer Truppen im Flüchtlingslager Rafah im Süden des Gaza-Streifens scharf kritisiert."

genau das würde ich auch unterschreiben! (und etwa so habe ichs auch rüberbringen wollen!)
also jetzt bini weg! ;-)

Dienstag, 3. Juni 2008 um 12:51 >> antworten

Nico:
ich wars natürlich :S

Dienstag, 3. Juni 2008 um 12:52 >> antworten


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